Name: Claudia

Alter: 32

Beruf: Rechtsanwaltsfachangestellte

Schlaftyp: Lerche

Schlafphänomene: im Schlaf reden, Schreien, Alpträume

Dem Grunde nach läuft mein Schlafverhalten in sehr geregelten Bahnen ab: Um 20.15 Uhr – passend zum TV-Spielfilm – gehe ich ins Schlafzimmer ins Bett und schaue von dort aus noch fern. Das mache ich solange, bis ich müde genug bin und mir die Augen zufallen, was zumeist spätestens 22 Uhr der Fall ist. Das Einschlafen ist nicht mein Problem, das funktioniert ganz gut, wenn ich nur müde genug bin.

Ich muss wochentags entweder 4.30 Uhr oder 6.00 Uhr aufstehen, je nachdem, welche Schicht ich in der Kanzlei habe. Dann mache ich erst einmal eine Stunde lang etwas Sport. Ja, ich mache wochentags tatsächlich vor der Arbeit noch eine Stunde Sport, sonst könnte ich noch etwas länger schlafen. Natürlich bin ich meistens danach – insbesondre um 5.30 Uhr – noch recht müde, aber ich fühle mich dann etwas besser und kann in den Tag starten. Am Wochenende schlafe ich ebenfalls fast nie länger als 6-7 Uhr morgens.

Nachts schweißgebadet aufwachend. Bin ich gerade die Treppe runtergefallen? Wurde ich gerade geschlagen? Bin ich ertrunken? Den Blick schweifend durch das dunkle Zimmer bis hin zur Uhr. Der Blick darauf verrät, dass ich gerade einmal knapp 2,5 Stunden geschlafen habe…und schon wieder wach bin. Von ausgeschlafen kann da nicht die Rede sein, schon gar nicht, wenn man danach jede Stunde einmal aufwacht.

Fast jede Nacht spielt sich bei mir dasselbe Szenario ab – meine Schlafstörungen machen mich noch fertig. Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Heißhunger auf Süßes…alles eine Folge davon, da bin ich mir sehr sicher. Dabei handelt es sich bei Schlafstörungen um ein weit verbreitetes Problem. In Deutschland gibt es rund 25 Prozent Erwachsene, die an derart schweren Schlafstörungen leiden, dass diese eine ärztliche Behandlung bedürfen. Ich scheine einer davon zu sein.

Nachts durchzuschlafen ist ein Luxus, der mir nicht bekannt ist – leider. Schlechte Träume oder Gedanken, die ich mir wegen irgendetwas machen, halten mich davon ab – oder ganz banal ein Glas Wasser, das ich vor dem Schlafengehen zu viel hatte. Nicht selten weckt mein Freund mich auf, weil ich ihm im Schlaf mal wieder eine Geschichte erzähle. Wenn ich schreie, wache ich durch meine eigene Stimme auf. Als Kind bin ich tatsächlich auch schon einmal schlafgewandelt, als ich bei einer Freundin übernachtet habe. Ich habe meine Decke in die Küche gelegt und habe mich dann wieder ins Bett gelegt – alles, ohne das auch nur ansatzweise zu bemerken. Ich habe mich dann natürlich am nächsten Morgen gewundert, wo meine Decke eigentlich hin ist. Seither kam das nie wieder vor – denke ich zumindest. Ich finde es erschreckend und ermüdend zugleich. Wenn mein Wecker am Morgen klingelt, fühle ich mich wie gerädert, dennoch zwinge ich mich, stets sofort nach dem Klingeln aufzustehen und nicht noch dreimal die Schlaffunktion zu drücken. Ansonsten würde ich es wohl nicht aus dem Bett schaffen.

Die Lösung für mein Schlafproblem? Ich weiß es nicht, gefunden habe ich keine. Bisher bin ich dankbar für die 2,5 Stunden kurz nach dem Einschlafen, denn nur in dieser Phase spüre ich, wie sich mein Körper erholt. Alles andere ist Quälerei.