Name: Elisabeth

Alter: 20

Beruf: Studentin 

Schlaftyp: Lerche

Schlafphänomene: Schlafwandeln, Schreien, im Schlaf reden

 

Mein Schlafverhalten ist eigentlich recht unkompliziert, zumindest was das Einschlafen angeht. Ich gehe gerne rechtzeitig, das heißt zwischen 10:00 und 11:00 Uhr ins Bett und brauche dann aber auch meine acht Stunden Schlaf, um am nächsten Morgen nicht müde zu sein.

Unter der Woche muss ich um 6:00 Uhr aufstehen (um diese Uhrzeit bin ich allerdings immer müde, egal wie früh ich am Vorabend ins Bett gegangen bin), am Wochenende schlafe ich gerne schonmal etwas länger bis 9:00 Uhr oder 9:30. Mit dem Einschlafen habe ich eigentlich keine Probleme, ich bin zwar nicht so wie mein Freund nach drei Sekunden weg (das ist wirklich bewundernswert) aber spätestens nach 10 Minuten schlafe ich auch.

Die Nacht schlafe ich meistens durch, nur wenn ich vor dem Schlafengehen zu viel getrunken hab kann es passieren, dass ich nachts doch mal aufstehen muss. Und wenn ich mir mit einer anderen Person ein Bett teile, sei es mit meinem Freund oder meiner Schwester, wache ich des Öfteren nachts kurz auf und das mehrmals. Manchmal rede ich im Schlaf oder schlafwandele, das aber auch unregelmäßig. Außerdem kommt es vor, dass ich manchmal, wenn ich die erste Nacht in einer fremden Umgebung schlafe, im Schlaf  laut schreie, wovon ich aber nicht aufwache. Laut Ohrenzeugen fange ich dabei leise mit einem „A-Ton“ an und werde immer lauter und dann wieder leiser, und das mehrmals hintereinander. Der Schrei geht in die Richtung von einem Angstschrei. Ich selber finde die Tatsache, dass ich im Schlaf laut schreie, eher unheimlich und bin froh, dass ich mich selber nicht höre.

Wenn ich abends mal doch nicht einschlafen kann dann hilft es mir, mich in schöne Momente die ich erlebt habe zurückzuträumen.
Mein Tipp um besser aus dem Bett zu kommen ist, es einfach zu tun. Das klingt zwar banal aber je öfter ich auf snooze drücke und die Augen nochmal für eine Minute zu mache, desto schwerer fällt mir hinterher das Aufstehen. Deshalb einfach aufstehen, wenn der Wecker klingelt. Und wenn ich dann direkt ins Bad gehe und mein Gesicht mit kaltem Wasser wasche, bin ich kaum noch müde und kann gut in den Tag starten.

Eine meiner Erlebnisse beim Schlafwandeln:

Alles ist dunkel. Dicht vor mir eine Wand. Ich taste vorsichtig nach links. Wieder eine Wand. Dann taste ich nach rechts. Auch hier eine Wand. Langsam werde ich panisch. Ich kann nichts sehen und obwohl ich eigentlich keine Platzangst habe, fühle ich mich plötzlich eingesperrt. Immer hektischer suche ich nach einem Ausgang, und plötzlich wache ich auf.
Und merke, dass ich gerade in meinem leeren Kleiderschrank stehe.
Es ist nachts um halb 3 und ich habe mal wieder geschlafwandelt.

Nicht immer enden meine nächtlichen Schlafwandelungen in leeren Schränken, aber sie führten mich oft genug aus dem Bett heraus, sodass meine Eltern mich jahrelang nie in Hochbetten schlafen ließen. Einfach weil sie Angst hatten, dass ich eines nachts auf den Rand klettere und runterspringe.
Das ist das Interessante am Schlafwandeln: man tut zwar Dinge als wäre man wach, kann das dabei aber nicht bewusst steuern und selbst die absurdesten Handlungen kommen einem in diesem Moment total logisch vor. Mit 10 Jahren habe ich mir einmal beim Schlafwandeln meine Gummistiefel aus dem Schrank geholt, angezogen und wollte aus dem Haus gehen. Ein anderes Mal habe ich meine Decke und mein Kissen genommen, auf meinem Schreibtisch deponiert und mich wieder ins leere Bett gelegt. Wach geworden bin ich dann dadurch, dass mir fürchterlich kalt war. Man kann sich vorstellen wie komisch das ist wenn man aufwacht und die Decke mit dem Kissen auf dem Schreibtisch sieht und man selber zusammengerollt und frierend im Bett liegt. In solchen Momenten muss ich schon mal etwas über mich selbst lachen.

Mit zunehmendem Alter hat das Schlafwandeln bei Gottseidank immer mehr abgenommen und ich schlafe die meiste Zeit ruhig durch. Das einzige Überbleibsel vom Schlafwandeln ist, dass ich nachts manchmal vor mich hin rede oder meinen Freund anquatsche, wobei aber außer ein bisschen Verwirrung seinerseits nicht viel passiert.